Mein Wert ist nicht verhandelbar!
Es gab eine Zeit, da war die Welt um mich herum ein undurchdringlicher Nebel. Jeder Atemzug schwer, jeder Schritt ein Kampf gegen einen unsichtbaren Widerstand. Es gab keine Landkarte für diesen Weg, keine Wegweiser.
Doch ich ging. Ich stolperte, fiel, stand wieder auf. Es war ein Kampf, der nicht mit Fäusten ausgetragen wurde, sondern mit jedem Gedanken, jeder Entscheidung, jedem Moment des Ausharrens. Und eines Tages war es geschafft – nicht mit einem Fanfarenstoß, sondern mit einer stillen, tiefen Erkenntnis: Ich hatte es geschafft. Trotz allem.
Niemand konnte wirklich nachvollziehen, wie das war – die Kälte, die Einsamkeit, die Momente, in denen das Licht zu erlöschen drohte. Es war meine ganz persönliche Odyssee. Und genau darin fand ich eine unerschütterliche Wahrheit: Ich bin wertvoll. Nicht, weil jemand es mir sagt. Nicht, weil ich etwas Messbares geleistet habe. Sondern weil ich diesen Weg gegangen bin. Weil ich mich selbst gefunden habe, stärker und klarer als zuvor, inmitten der Trümmer dessen, was mich hätte zerbrechen können.
Deshalb kämpfe ich nicht mehr darum, dass jemand meinen Wert erkennt. Ich habe genug Zeit damit verbracht, mich Menschen zu beweisen, die nicht sehen konnten, was ich zu geben habe. Ich dimme mein Licht nicht mehr, damit sich ein anderer wohler fühlt. Ich gebe mich nicht mehr mit halber Liebe und leeren Versprechen zufrieden.
Diese Energie gehört jetzt mir. Ich lerne, mich selbst so zu lieben, wie ich es mir immer von anderen gewünscht habe – und mich selbst zu wählen, jedes Mal. Wenn die richtigen Menschen kommen, die, die mich ohne Zögern sehen und schätzen, werde ich nicht kämpfen müssen, damit sie bleiben. Sie werden wissen, dass ich es wert bin.
Und bis dahin stehe ich aufrecht – ruhig und unerschütterlich in dem Wissen, wer ich bin. Mein Wert ist nicht verhandelbar. Und das ist genug.
